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Bundeskanzlerin Merkel reist in die USA In der nächsten Woche werde ich in die Vereinigten Staaten von Amerika reisen. Es ist eine große Ehre für mich, dass ich als deutsche Bundeskanzlerin vor beiden Häusern des amerikanischen Kongresses sprechen darf – und zwar über 50 Jahre nach der Rede von Konrad Adenauer. Der Zeitpunkt könnte aus meiner Sicht nicht besser gewählt sein. Denn am 9. November blicken wir auf 20 Jahre Mauerfall zurück. Mir ist natürlich aus persönlicher Erfahrung diese Zeit noch bestens in Erinnerung. Aber ich weiß auch – und dafür werde ich Danke sagen – dass die Vereinigten Staaten von Amerika und der damalige Präsident, George Bush sen., mit großer Begeisterung und mit viel Zuneigung diesen politischen Prozess begleitet haben. Die Vereinigten Staaten von Amerika haben der Bundesrepublik Deutschland geholfen, dass wir heute wiedervereinigt ein Partner in Europa und in der transatlantischen Gemeinschaft sind. Ich freue mich auch darauf, Barack Obama, den amerikanischen Präsidenten, wiederzutreffen, denn uns verbindet eine enge Zusammenarbeit. Das zeichnet auch heute das Verhältnis zwischen den Vereinigten Staaten von Amerika und der Bundesrepublik Deutschland aus: Wir wissen, kein Land kann heute alleine die großen internationalen Herausforderungen bewältigen. Deshalb ist die Bundesrepublik Deutschland ein verlässlicher und intensiver Partner der Vereinigten Staaten von Amerika. Wir werden in unserer Begegnung über die Fortschritte beim Aufbau einer neuen Finanzmarktarchitektur sprechen. Die internationale Finanz- und Wirtschaftskrise ist noch nicht überwunden, und wir haben auch noch nicht sichergestellt, dass sich eine solche Krise in Zukunft nicht wiederholen kann. Ein besonderer Schwerpunkt unserer Unterredung wird die Vorbereitung der Klimakonferenz in Kopenhagen sein. Noch ist nicht sicher, dass Kopenhagen ein Erfolg wird. Die Europäische Union und insbesondere die Bundesrepublik Deutschland werden aber darauf drängen, dass wir ambitionierte, zukunftsweisende politische Beschlüsse in Kopenhagen treffen können. Die Welt wird auf Kopenhagen schauen, und die Bekämpfung des Klimawandels ist eine der unaufschiebbaren Aufgaben weltweit. Deshalb ist es notwendig, dass wir die verbleibenden Wochen bis Kopenhagen nutzen, um hier gemeinsam mit unseren amerikanischen Partnern eine erfolgreiche Konferenz in Kopenhagen vorzubereiten. Ich freue mich auf meine Reise in die Vereinigten Staaten von Amerika. Auch wenn sie kurz sein wird, so ist es eine Reise zu wirklichen Freunden.
31. Oktober 2009
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