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Video-Podcast der Bundeskanzlerin 11. Juni 2009 Die deutsche Automobilindustrie genießt weltweit einen hervorragenden Ruf. Das liegt nicht nur daran, dass das Auto in Deutschland erfunden wurde, sondern dass die Autos, die heute in Deutschland produziert werden, höchsten technologischen Ansprüchen und höchsten Sicherheitsansprüchen genügen. Nächste Woche werde ich bei einem ganz besonderen Jubiläum in Ingolstadt mit dabei sein: Die Firma Audi feiert ihren 100. Geburtstag. August Horch hat 1909 in Zwickau ein Automobilwerk gegründet und hat aufgrund seines Nachnamens Horch, auf lateinisch „audi“, der Automobilmarke diesen Namen gegeben. 1932 fusionierte Audi mit drei anderen Automobilunternehmen. Daher rühren die vier Ringe, die heute noch das Kennzeichen von Audi sind. Audi ist eine erfolgreiche Marke in der Bundesrepublik Deutschland. Selbst in diesem Jahr, dem Jahr einer schwierigen internationalen Wirtschafts- und Finanzkrise, wird es eine Mitarbeiterbeteiligung, einen Bonus, für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer geben. Audi hat schon viele Krisen und schwierige Zeiten durchstanden und hat sich immer darauf verlassen können, dass die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ihren Anteil dazu beitragen, dass diese Marke auch wirklich erfolgreich ist. Audi steht damit stellvertretend für den wichtigen Wirtschaftszweig der deutschen Automobilindustrie. Die Bundesregierung hat mit der Umweltprämie einen Beitrag dazu geleistet, dass wir durch eine schwierige Zeit hindurch kommen. Aber wir wissen: Der Wert und die Bedeutung der deutschen Automobilindustrie können nur aufrechterhalten werden, wenn wir weiter auf Sicherheit und vor allen Dingen auf Innovation und technische Neuerungen setzen. Deutschland war führend in vielen Entwicklungen: der Dieselmotor, der Wankelmotor, die Sicherheitszelle – alles deutsche Erfindungen. Und wir wissen, wenn wir stärker aus der Krise herauskommen wollen, als wir in sie hineingegangen sind, dann bedeutet das auch für die Automobilindustrie, gerade jetzt, in der Krise, auf Innovation und neue Entwicklungen zu setzen. Im Automobilbereich stehen Revolutionen ins Haus. Ich glaube, das Wort ist gerechtfertigt, denn wir werden bei den Antriebstechnologien in den nächsten zehn Jahren völlige Veränderungen erleben. Deutschland muss vorne mit dabei sein. So ist es gut, dass die Brennstoffzelle zum Beispiel bei Mercedes Benz schon einen sehr großen und weiten Entwicklungsgrad erreicht hat. Wir wissen, dass die Antriebstechnologien der Zukunft Hybridtechnologien sein werden, Elektromotoren sein werden und ggf. auch Wasserstoff. Deshalb hat die Bundesregierung in ihrem Konjunkturprogramm 500 Millionen Euro – teilweise in Krediten – bereitgestellt, um die Entwicklung dieser neuen Antriebstechnologien zu fördern. Wir wissen: Unsere Automobilindustrie wird nur mit dabei sein, wenn wir in diesen neuen Technologien auch führend in der Welt sind. Wir haben die Voraussetzung dazu und zwar in einer breiten Palette. Das schließt auch die Forschung an Batterien mit ein. Aber wir müssen uns sputen und anstrengen, denn wir wissen: Auch in Asien, auch in den Vereinigten Staaten von Amerika weiß man, stärker aus der Krise herauskommen kann man nur, wenn man auf Innovation und Technik setzt. So sehr sich das Automobil der Zukunft von dem heutigen unterscheiden wird, der Wunsch nach individueller Mobilität wird weltweit weiter vorhanden sein. Und so wollen wir in Deutschland, wie wir das auch bei den erneuerbaren Energien geschafft haben, Klimaschutz, effiziente Energienutzung und Sicherheit auch im Bereich der Mobilität voranbringen. Deshalb stehen Audi und seine 100jährige Erfolgsgeschichte stellvertretend für andere Werke der Automobilindustrie. Ich möchte, dass Deutschland ein moderner Automobilstandort bleibt.
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