Liebe Angehörige von Soldatinnen und
Soldaten, von Polizistinnen und Polizisten,
liebe Kinder,
liebe Kollegen aus dem Kabinett,
es ist inzwischen schon fast eine Tradition, dass wir Sie in der
Vorweihnachtszeit hier im Kanzleramt empfangen. Der Sinn dieses Empfangs ist
nicht nur, dass Sie einmal sehen, wo die Bundeskanzlerin arbeitet, sondern
ich möchte Ihnen stellvertretend für die 7.000 Soldatinnen und Soldaten und
die 300 Polizistinnen und Polizisten ein herzliches Dankeschön für den
Einsatz sagen, den Ihre Angehörigen fernab von Deutschland für die
Sicherheit unseres Landes leisten.
Uns ist nicht nur bewusst, dass der Einsatz derjenigen, die in den
verschiedenen Einsatzorten ihre Arbeit tun, die ja weit über die Welt
verstreut sind, wichtig ist. Uns ist auch bewusst, dass es ebenso wichtig
ist, dass zu Hause Familienangehörige mitdenken, mitfühlen und auch immer
wieder ein Stück Heimat zu diesen Orten transportieren. Denn das, was dort
geleistet wird, ist herausragend und in vielen, vielen Fällen nicht einfach.
Es ist schon schwer, wenn man in einem normalen Beruf längere Zeit von zu
Hause weg ist. Aber wenn das auch noch mit Gefahren verbunden ist, dann
können wir uns natürlich vorstellen, wie oft Sie um jemanden bangen und auf
Nachrichten warten. Deshalb wollen wir das durch diesen Empfang ein kleines
Stück herausstellen und auch in die Öffentlichkeit bringen, weil sich viele
Menschen nicht jeden Tag darüber Gedanken machen, dass es alles andere als
selbstverständlich ist, sicher und unbeschadet leben zu können.
Insoweit kombinieren wir heute sozusagen einen Familienausflug mit
ernsthaften Diskussionen über das, was Sie bewegt. Wir werden gleich noch
darüber sprechen, welche Anregungen Sie für uns haben, was wir vielleicht
besser machen können, was Sie beschwert oder was auch gut läuft. Wir
versuchen, einiges zu tun, um die Dinge voranzubringen. Sie haben die
Möglichkeit, mit dem Bundesminister der Verteidigung, dem
Bundesinnenminister und mir in offener Atmosphäre darüber zu sprechen.
Hier in Anwesenheit der Medien richte ich noch einmal ein herzliches
Dankeschön und herzliche Grüße an Ihre Angehörigen in den verschiedenen
Standorten. Ich werde kurz vor Weihnachten wieder das machen, was ich in
jedem Jahr mache, nämlich eine Videoschaltung für alle Standorte. Damit kann
ich als Bundeskanzlerin an jeden Ort – vom Kosovo bis nach Afghanistan, im
Bereich von UNIFIL und am Horn von Afrika – alle auf einmal auf dem
Bildschirm sehen, was die anderen so nicht können. Dann schalten wir in
jeden Standort und lassen uns von dort berichten, wie die Lage vor Ort ist.
Uns noch eine schöne Zeit und Ihnen ein ganz, ganz herzliches Willkommen
hier bei uns im Kanzleramt.
