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SERGEY MARKOV (1906-1979)
VERHÖRSAKTE Streng Geheim. 13.5.32 Ich gebe voll und ganz meine antisowjetischen Handlungen zu. Ich verberge nichts, noch verheimliche ich etwas vor den GPU-Organen. Ich bezeuge das Folgende: a) Vom Ende des Jahres 1927 bis zum Jahr 1929 war ich Mitglied der antisowjetischen Gruppe «Pamir». b) Ab dem Jahr 1931 war ich Mitglied in der antisowjetischen Gruppe «Sibiryakov». c) Vor den Mitgliedern der Gruppe schrieb und las ich das Gedicht «Kolchak» laut vor. d) Bei einer Versammlung im Herzen House schrieb und las ich das Gedicht « Der Tiger von den sieben Flüssen“ laut vor, das Trotsky gewidmet war. Ich werde in der nachfolgenden Zeugenaussage eine ausführliche Schilderung der Arbeit der «Pamin» und «Sibiryakov» Gruppen geben, sowie über das politische Glaubensbekenntnis und die politische Physiognomie der Gruppenmitglieder. Die schriftliche Darstellung meines gesprochenen Worts entspricht der Wahrheit und wurde von mir gegengelesen. Sergei Markov. Ich leide an einer schweren Nervenkrankheit... Niemand hat zur Zeit meiner Verhaftung meine Krankheit berücksichtigt. Ich weiß nicht, was ich getan haben soll. Für mich ist diese Verhaftung ein Missverständnis. Ich weiß wirklich nicht warum, aber einen ganzen Monat lang hat mich niemand - in meinem schwerkranken Zustand – über die Gründe der Verhaftung informiert. S. Markov 11. Mai 1932 OGPU Haus, Moskau
(Aus „Geschrieben im Gefängnis“. XX.
Jahrhundert. Russland“)
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